Montag, 8. Juni 2015

Tipps für die Prüfungszeit

Hei hei,
Der Juni ist endlich da. Sommer, Sonne, Sonnenschein. Die Eissaison hat begonnen, die Hosen werden kürzer und die die Sonnenbrille liefert uns endlich Schutz vor der Sonne. Man trinkt anstatt einem Cappuccino einen Iced und stöhnt vielleicht auch mal, weil es zu heiß ist. Im Endeffekt genießt man den Sommer aber.

Stopp. Halt Da ist was falsch.

Denn jeder Student genießt den Juni nicht ganz so sehr. Während alle anderen, also Schüler und das arbeiten Volk, den Juni genießen und die ersten Runden im Freibad oder am See drehen, kriegen wir Studenten Stresspickel, Stresspfunde und Panikattacken (na gut, ein bisserl wird hier übertrieben). Denn der Juni heißt für die meisten für uns lange Tage und kurze Nächte. Viele Bücher und wenig Freizeit. Denn die Prüfungssaison startet und was man im Semester nicht gelernt hat, dass muss man jetzt wissen. Auch wenn man das ganze Semester brav mitgearbeitet hat (höhö) ist der Juni stressig. 

Leider vergessen wir dann auch, auf uns zu schauen. Anstatt genügend Schlaf zu bekommen, trinken viele fast schon literweise Kaffee. Anstatt sich gesund zu ernähren und zu Äpfel, Wassermelonen und Pfirsichen (haben gerade Saison) zu greifen, erscheint der Gang zum Automaten, wo man dann für 1€ ein Balisto raus bekommt, schneller. Ja ich weiß, der Juni ist für viele von uns der Horrormonat schlechthin. Denn einerseits ist das Wetter ein Traum und man würde viel, viel lieber sich in der Sonne aalen, auf der anderen  Seite ist das schlechte Gewissen dann doch stärker und man verbringt, ob man es will oder nicht, doch viele, viele Stunden in der Bibliothek. 

Dass man dann oft nicht auf sich schaut, ist leider eine Folge. Denn Stress (und den hat man auf jeden Fall in Prüfungszeiten) führt leider bei den meisten von uns dazu, dass wir weniger auf uns schauen. 
Um den vorzubeugen und euch vielleicht ein bisschen stressfreier und "beruhigter" durch die Prüfungszeit zu bringen, habe ich mir ein paar Tipps überlegt.

Gesunde Ernährung:
Eine gesunde Ernährung ist das A und O in einer so stressigen Zeit. Denn einerseits finde ich, dass man viel besser und auch effektiver lernt, wenn man ein gesundes Mittagessen oder einen gesunden Snack hatte. Bei Gerichten, die stark fettlastig sind und Kohlenhydrate enthalten, die nicht aus den "guten" Carbs stammen, kann man schnell einmal müde werden. Auch wenn man dann zu einem Kaffee oder einem Red Bull greift, besser wäre es natürlich, wenn man so etwas gar nicht machen müsste. Als leckere Keksalternative kann ich euch die Bananen Oatmeal Cookies empfehlen. Und auch sonst solltet ihr eher zu Obst, Gemüse und Nüssen als Snack greifen. Glaubt mir, euer Gehirn und auch euer Körper werden es euch danken. Damit wir aber richtig in den Tag starten, sollten wir auch etwas ordentliches frühstücken. Ob Porridge, gesunde Pancakes oder Rührei, es gibt genug Varianten. Hier könnt ihr ein paar Frühstücksideen finden ;)


Sport:
Einige werden sich jetzt fragen, wo soll man denn die Zeit für Sport hernehmen? Ich sags euch, steht früh auf. Wenn ihr in der Früh eine kleine Runde dreht oder ein paar Übungen macht, wir euer Gehirn mit Sauerstoff versorgt und ihr fühlt euch direkt wohler und auch fitter. Ich bin zum Beispiel am produktivsten, wenn ich in der Früh eine Runde laufen war. Erstens einmal ist man, wenn man auf die Uni kommt und die Bücher öffnet, schon länger wach und zweitens fühlt man sich einfach wohler. Dann kann man auch zwei der weiteren Punkte mehr genießen.
Schlaf:
Ja ja, ich weiß, das wissen wir alle. Wir sollten genug schlafen. Aber viele tun das nicht. Ich muss gestehen, bis vor letzten Sommer war es bei mir normal, dass ich 5, maximal 6 Stunden Schlaf bekam. Das ging so ein paar Jahre gut. Aber dann war ich einfach fertig, mein Körper sagte mir, dass ich einfach mehr Schlaf brauche. Und das mit 22 Jahren. Heute schaue ich, dass ich 7 bis 8 Stunden Schlaf bekomme. Wenn ich also in der Früh laufe gehe, schaue ich, dass ich dementsprechend früh schlafen gehe. Auch wenn einige meinen, ich wäre dadurch eine Oma. Mein Gott, es gibt schlimmeres ;)
Seit ich schaue, dass ich genug Schlaf bekomme, nicke ich auch nicht mehr während dem lernen ein. Ehrlich, ich hatte so oft das Problem, dass ich ein Vormittags oder Nachmittagstief hatte und dann einfach für 10 bis 15 Minuten den Kopf auf den Tisch legen musste. 

Treat yourself right:
Bevor ich letzten Sonntag wieder nach Wien fuhr und wusste, die Prüfungszeit startet, habe ich mir noch etwas gegönnt. Denn ich habe einen Gutschein über MyDays erhalten und bevor ich mich wieder für etwas waghalsiges wie Gleitschirmfliegen entschied, dachte ich mir "Gönnste dir doch was". Ich verschaffte mir also einen Termin bei Body Care für das After Work Relaxing und war dann doch sehr gespannt, wie das sein würde. Enthalten waren eine Rückenmassage, eine Moorpackung, Lavasteine und eine Fußmassage. Ich fand dies sehr entspannend und spürte, wie ich nach den 80 Minuten entspannt und voll neuer Energie war. Na gut, das kann ein klein wenig auch daran liegen, dass ich kurz eingenickt bin. Aber es war halt angenehm, sonst wäre ich ja nicht eingeschlafen. Vielleicht noch ein paar Fakten zu dem Institut: Es befindet sich in Klagenfurt in der Nähe vom Ikea. Wer aus Klgft kommt oder schon mal dort war, weiß, dass der Flughafen in der Nähe ist. Man hört jedoch exakt gar nichts von Fluggeräuschen (auch wenn der Flughafen in Klgft wohl nicht der meist beflogene ist). Die Räume sind sehr sauber und man fühlt sich schon entspannt, wenn man das Institut betritt. Meine Masseurin war sehr freundlich und nett und die Hintergrundmusik ist sehr wohl entspannend als auch nicht zu aufdringlich. Und während der Massage wird kein blöder Smalltalk gemacht. Ich hatte leider schon genug oft "Beauty-Termine", wo die Kosmetikerin den Drang hatte, mit mir zu reden. Ja, das ist äußerst lustig wenn man eine Gesichtsreinigung bekommt und am liebsten nur fluchen würde. Aber auch bei einer Entspannung hat Smalltalk, meiner Ansicht nach, nichts zu suchen.

Wer sich aber keine Massage leisten kann, der soll jetzt nicht traurig sein. Denn man kann sich auch so belohnen!
Letztes Jahr, als ich für eine echt schwierige Prüfung lernte, genoss ich es, dass die WM war. Denn das hieß für mich, dass ich mir mindestens ein Spiel gönnen würde, und das täglich. Ich wusste also, bis circa 19.00 bleibe ich auf der Uni und lerne ordentlich und DANN sehe ich mir zum Beispiel Argentinien gegen Bosnien an. Einerseits lernt man dann effektiver, denn man will sich das ja "verdienen", auf der anderen Seite freut man sich auch richtig auf die Belohnung. 
Keine WM, keine Panik! 
Denn das gleiche könnt ihr mit Serien machen. Entweder ihr sucht euch im Fernsehprogramm eure Lieblingsserien raus oder ihr gönnt euch jeden Abend vor dem Schlafengehen eine Episode eurer Lieblingsserie. Das habe ich bei den letzten Prüfungsantritten gemacht und es hat funktioniert. 
Ihr könnt nicht 24/7 lernen oder nur die Uni im Kopf haben.
Geht also nach dem lernen raus und trefft euch zum Beispiel mit Freunden, geht Eis essen oder setzt euch einfach hin und lest eure Lieblingszeitschrift oder ein gutes Buch. Vielleicht jetzt keinen Wälzer á la Krieg und Frieden sondern eher etwas seichtes ;)

Don't panic!:
Den letzten Tipp sollte besonders ich mir zu Herzen nehmen. Immerhin raten mir all meine Freunde dazu. Erstens einmal heißt eine verhaute Prüfung nicht, dass ihr schlecht seid oder das falsche Studium gewählt habt. Sogar Professoren sind der Meinung, dass eine verhaute Prüfung weder einen schlechten Anwalt macht noch einen schlechten Juristen (auf mein Studium bezogen). Und wenn ihr jetzt so ein Typ seid, der nur gute Noten hat: Mädels (und auch Jungs!) eine 4 ist noch immer besser als eine 5 ;)
Seid einfach zufrieden mit euch, macht euch nicht fertig und denkt immer daran, eine schlechte Note sagt NICHTS über eure Zukunft aus. Es kann sein, dass ihr einfach wegen vieler Prüfungen für die eine zu wenig Zeit hattet, dass ihr einen schlechten Tag hattet etc. Es gibt fast immer eine zweite Chance!
Natürlich ist man, wenn eine Prüfung nicht so ging, wie man wollte, zuerst traurig. Aber als ich letztes Jahr im April auf eine Prüfung einen 5er kassierte, sülzte ich mich einen Tag in Selbstmitleid. Und zwar so, dass ich mich selber vor mir ekelte (na gut, eigentlich nicht :D ).
Aber am nächsten Tag war mein Entschluss gefasst: Die Prüfung ging jetzt nicht so gut. Aber beim zweiten Antritt zeige ich allen, was ich kann! Und an das habe ich mich gehalten und habe die Prüfung dann auch geschafft, und das noch mit einer relativ guten Note ;)

Was sind eure Tipps für die Prüfungszeit? 

Kommentare:

  1. Was für ein toller Post. Nicht in Panik zu verfallen ist mein persönlicher Punkt, an dem ich noch arbeiten muss.
    Liebe Grüße Kristina von KDSecret

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  2. Handy auser Reichweite :D

    Ein toller Post! Ernährung, Sport und ab und an eine Belohnung finde ich auch super wichtig!

    Herzliche Grüße, Frauke von
    ekulele

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  3. Richtig gute Tipps. Immer wieder schön zu hören/lesen, dass man nicht alleine ist in der stressigen Prüfungszeit. Ich lerne zum Beispiel im Sommer auch gerne im Park, so habe ich das Gefühl das Wetter zu genießen aber zur selben Zeit erledige ich auch meine Aufgaben.
    Viel Glück bei deinen Prüfungen :)

    Love, Kerstin
    https://missgetaway.wordpress.com

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  4. Also ich muss ja sagen, einerseits bin ich total froh, dass ich das Lernen für die Uni schon hinter mir habe. Auf der anderen Seite fehlt es mir aber auch irgendwie, denn so hat man im Alltag oft das Gefühl, dass man zwar arbeitet und produktiv ist, aber irgendwie nicht mehr wirklich etwas dazulernt, wie das in der Schule bzw. Uni früher war..:) Deine Tipps habe ich mir aber auch immer vorgenommen und abgesehen von kleinen Sünden wie zu viel Schoki oder Gummibärchen auch meistens eingehalten, hih!!!

    xx, Vanessa
    PIECESOFMARIPOSA.com

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  5. Das sind alles eher vernünftige und gute Tipps.

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  6. Sehr guter Post. Nicht in Panik verfallen ist ein wichtiger Punkt, ich habe mir damals noch zusätzlich Rescue Tropfen gekauft. Ob die letztendlich was gebracht haben, weiss ich aber auch nicht.
    Bei mir war die Prüfungszeit furchtbar. Ich musste morgens um 6 los um zur Schule zu kommen und kam abends um 19 Uhr wieder heim (Schule war bissl weiter weg). Wir hatten zwischen den normalen Unterricht unsere Schulischen Abschlussprüfungen und davon manchmal auch 2 am Tag. Ich habe echt nur noch von Kaffee und Coffeeintbl. gelebt. Als wir dann im Mai aber richtigen Prüfung vor der Kammer hatten, war dann alles gut.

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  7. Super post! Man vergisst wirklich oft, dass man auch Zeit für sich braucht und futtert so viel Quatsch und wundert sich dann warum man so träge ist. :D Ich mache auch gerne in der Früh Sport. Dann hat man schon was geschafft und man weiß ja nie was der Tag so bringt. :)

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