Montag, 31. August 2015

Outfit: Rainy Days ahead!

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"Sei doch nicht wütend!"-sagen sie. Leider schaffe ich das nicht. Wenn ich schlechte Laune habe, dann bin ich richtig schlecht darin, diese zu überspielen. Ich kann und will nicht gute Laune haben, wenn ich wütend, enttäuscht, traurig bin. Ich kann dann nicht lachen, wenn die Person, die diese schlechte Laune hervorruft, in einer Runde ist.
Ich bin eher der Typ, der dann weg geht. Weg von der Person. Weg von der Runde. Weg von der guten Laune, dem Gelache, das mich nur daran erinnert, dass ich traurig bin. 

Leider ist mir das aber nicht immer möglich. Manchmal muss man in dieser Runde bleiben. Dann wird man als wer abgestempelt, der mal wieder keinen Humor hat. Nur, weil man nicht über unlustige Sachen lachen kann. Oder sind sie doch lustig und man erkennt es nicht, weil eine schwarze Wolke über einem hängt?

Diesen Gedanken hatte ich die Woche. Es war eine angenehme Runde, wir quatschen über Jus, über Politik, über Torten, über die Schulzeit, über alles mögliche. Im Allgemeinen trösteten mich diese Gespräche über den Fakt hinweg, dass ich eigentlich schon traurig war. Denn wenn man sich freut, manche Menschen nach Ewigkeiten wieder zu sehen und es stellt sich heraus, es ist so wie damals, man ist nur die zweite Geige, wie soll man sich dann fühlen? Soll man trotzdem gute Laune haben, denn immerhin ist man die zweite und nicht etwa die dritte oder gar vierte? Oder darf man sich gekränkt fühlen, weil man weiß, diese Person wird mit einem nur reden, wenn eine andere nicht da ist? Wenn sogar andere das bemerken, bilde ich mir das dann wirklich nur ein?

Manchmal kann man nicht anders, man ist gekränkt, muss aber die eigenen Tränen runter schlucken. Man würde am liebsten nur nach Hause gehen und weinen, denn man weiß, man wird nie gut genug sein. Dieses Gefühl, es ist so mies, so schlecht. 

Doch dann muss, ja muss, man sich daran erinnern, dass es genug Menschen gibt, die einem dieses Gefühl nicht geben. Die einen gerne haben und bei denen man weiß, sie werden zu einem stehen. Sie werden einen verteidigen, auch wenn man Blödsinn macht. Im Privaten werden sie dann einem zwar ordentlich die Leviten lesen, aber sie werden einem nicht in den Rücken fallen. Solche Freunde, das sind die richtigen. Eigentlich sollte man wegen der weinen, vor Glück, das man sie hat. Und nicht wegen der falschen, die einen nur gern haben, wenn wer anders nicht in der Nähe ist. Leider braucht man aber eine Zeit, bis man das versteht. Auch wenn das 13 Jahre dauert. 
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Letze Woche hat es einmal ordentlich geregnet, also war für mich klar, ich brauche meine Regenstiefel. Diese sind total praktisch und bei Regen das einzige richtige und stylische Schuhwerk. Ich bin froh, welche in schwarz zu besitzen, denn schwarz passt einfach zu allem.
Dazu kombiniert habe ich meinen schwarzen Lederrock und meine schwarze Lederjacke. Um all dem die Härte zu nehmen, kam dazu meine süße weiß-schwarze Bluse und der rote Schal. Billig war der keineswegs, aber ich liebe ihn und weiß, dass ich ihn noch in 10 Jahren besitzen und lieben werde.
Eine meiner liebsten Frisuren zur Zeit ist übrigens der Dutt. Praktisch, schnell gemacht und dazu noch richtig stylish. Beide Daumen hoch!
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Bluse- Pimkie
Lederjacke- Pimkie
Rock- C&A
Stiefel- No Name
Tasche- Longchamp
Schal- Louis Vuitton 

Mittwoch, 26. August 2015

Wir essen, um zu leben!

Der Mensch isst, um zu leben. Er lebt nicht, um zu essen.
Manchmal glaube ich aber, dass dies nicht immer so ist. 
Wer heutzutage auf Instagram unterwegs ist (und das bin ich!) der wird wohl gemerkt haben, dass die ganzen "Fit Fams" dort zahlreich sind. Hier wird gefleht, dort werden die Abs gezeigt und natürlich wird beinahe jedes Mahl, dass  gegessen wird, gezeigt. Die Nahrungsaufnahme, die etwas ganz alltägliches sein sollte, wird plötzlich zu etwas wichtigerem. Es wird getrackt, es werden die Makros gezählt und irgendwie befindet sich jeder im "Shred" oder im "Gainz". Ob man sich nun massenweise Spaghetti reinstopft (versteht mich da bitte nicht falsch, vor Wettkämpfen ist dies nicht schlecht wie ihr in einem anderen Post zu meinem Halbmarathon lesen werdet!) oder völlig auf Kohlenhydrate verzichtet ist dann irgendwie auch schon das gleiche. Denn ich finde, ehrlich gesagt, wir nehmen das Essen viel zu ernst.

Vor einem Jahr war es bei mir und meinen Freundinnen sehr schlimm. Da meckerte wirklich jede über ihren Körper, wenn man "essen" ging, dann aß man vielleicht einen Salat. Pizza? Wohin kommen wir denn. Wir haben aber völlig darauf vergessen, dass Essen zu genießen. Wir sahen nicht mehr den Salat, der Wochen gereift war, das Öl, das aus leckeren Oliven gepresst wurde und die Putenstreifen, die leicht mariniert gebraten wurden. Wir sahen stattdessen gesunde Fette und Proteine. Ich will nicht für meine Freunde sprechen, aber ich glaube, wir alle haben ein bisschen vergessen, das Essen zu genießen. Uns hinzusetzen und einfach einmal den Geschmack der Nahrung zu verinnerlichen.

Ich brauchte lange, bis ich verstand, es ist egal, ob ich jetzt zu viele oder zu wenige Kalorien zu mir nehme. Es ist egal, ob ich einen Tag zu viel Fett, am anderen dafür zu wenig zu mir nehme. Es ist wichtig, dass mir das Essen schmeckt und ich ein ausgewogenes und besonders gesunden Verhältnis dazu habe. Wir dürfen das Essen nicht schlingen und nur etwas essen, damit es in unsere Makros passt oder auf etwas, auf das wir gerade richtige Lust haben, verzichten, nur weil es eben nicht rein passt. Wo bleibt da der Genuss? Wir essen, um zu leben. Aber wir dürfen dabei doch noch genießen, oder?
Ich versuche mir für jede Mahlzeit die nötige Zeit zu nehmen. Es wird nicht schnell gegessen (Achtung, Bauchweh Alarm!) und es wird sich hingesetzt. Essen im Stehen ist für mich ein Unding, dass nur bei Empfängen irgendwie in Ordnung ist. Oder wenn man betrunken bei der Ubahn steht. Sonst bevorzuge ich aber Essen im Sitzen. 
Für das Frühstück stehe ich zum Beispiel freiwillig früher auf. Nur damit ich es schaffe, ohne Stress mein Porridge, meine Eierspeise (für die Deutschen Rührei) oder was auch immer auf dem Teller landet, zu essen.
Zu Mittag gehe ich dann entweder mit Freuden essen, wir quatschen dann und genießen das Essen bei guten Gesprächen oder ich ziehe mich mit einer guten Zeitschrift zurück und esse meine Jause dann selber.
Das selbe zu Abend. Wir essen leider selten zusammen zu Abend zu Hause, da meine Eltern locker ein, zwei Stunde vor mir zu Abend essen. Da ich oft nach der Arbeit laufen gehe und danach einen kleinen Hunger habe, esse ich ein kleines Abendessen relativ spät. Ich versuche aber, mir immer die nötige Zeit zu nehmen, gesundes und frisches Essen zu haben und aufzuhören, wenn ich satt bin. 

Wenn es dann mit Freunde essen geht, dann esse ich das, worauf ich Lust habe. Zum Glück mag ich Süßes nicht so, so dass ein Dessert fast immer wegfällt. Also kann man bei der Hauptspeise mehr zuschlagen. Und das tue ich dann auch brav. Ob Pizza oder Fajitas, Hauptsache lecker! Für mich sind das immer so kleine Highlights, wenn ich Essen gekocht bekomme. Kennt ihr das?

Es gibt übrigens auch die neuen "Dinner Erlebnisse", und zwar die "Dinner in the Sky". Nichts für jene, die Höhenangst haben. Aber cool sieht das schon aus, oder? :)

Montag, 24. August 2015

Fitness: Halbmarathon Kärnten Läuft

Zwar wird dieser Post nicht an dem Tag online gehen, an dem ich ihn getippt habe und somit gelaufen bin, aber ich schreibe lieber schon  mal vor, damit ich die Eindrücke auch richtig weiter geben kann.

Es war also mein erster Halbmarathon und mein zweiter Wettlauf. Na gut, man kann es nicht als Wettrennnen bezeichne denn von einem Stockerlplatz bin ich so weit entfernt wie ein Nashorn vom Schlittschuhlaufen. Aber nichtsdestotrotz habe ich mich ordentlich vorbereitet (zu meiner Vorbereitung und der Ernährung in der Woche vor dem Marathon wird noch ein Extra Post folgen!), die letzten Tage so viele Kohlenhydrate gegessen, dass ich freiwillig ab Montag eine Low Carb Diät machen würde (würde, denn ich mache sie doch nicht, ich bin doch nicht verrückt und verhau mir den Stoffwechsel!) und habe den Tag davor so viel geschlafen, dass ich mich fast wundgelegen habe (na gut, ich übertreibe). Alles in allem, ich war top fit und bereit, persönliche Rekorde zu knacken. 

Ich hatte alles vorbereitet, die perfekte Songliste auf Spotify erstellt, ein schönes Outfit herausgelegt und sogar meine wunderschönen schwarzen Nikes an. Dass so einiges schief laufen würde konnte ich nicht ahnen. Dass aber wiederum einiges besser werden würde, das konnte ich ja auch nicht wissen. Alles in Allem bin ich aber stolz und motiviert, nächstes Jahr auch wieder teilzunehmen. Wenn ich nicht davor noch bei dem Vienna City Marathon starte, ob nun Marathon oder nur den halben ist dann eh egal ;)
Ich wachte am Sonntag um 05.50 auf. Natürlich bin ich da nicht aufgestanden, sondern hab, typisch ich, mich noch 40 Minuten im Bett rumgewalzt. Es war ja auch kalt. Aber besser kalt als zu heiß. Also habe ich mich irgendwann unter die Dusche gestellt, einen Liter Tee getrunken und Porridge gemampft. Ich weiß, viele empfehlen Weißbrot mit Marmelade oder etwas ähnliches. Ich wusste aber, ich mag das nicht. Ich hab die letzten Tage so viel Marmelade gegessen, dass sie mir beim Kopf raushängt. Und Sonntags, wenn ich meine langen Läufe mache, esse ich doch auch meist Porridge. Also doch auch heute. Gesagt, gegessen.

Um halb 8 hat mich dann mein Vater zum Bahnhof gebracht, von wo es mit dem Zug und vielen weiteren Läufern nach Velden/Vrba gehen sollte. Während wir im Zug saßen und alle mehr oder weniger nervös waren, sahen wir schon die ersten vom Viertelmarathon. Dieser hatte nämlich schon um 08.00 gestartet. Jedoch aus Pörtschach/Porece. 10 km vor Velden/Vrba. 
So langsam wurde mir aber mulmig. Was tat ich mir da bloß an? Hatte ich mich übernommen? Würde ich die 21km wohl schaffen? Zu der leichten Übelkeit gesellte sich das Gefühl, dass man vielleicht doch zu wenig trainiert hatte. Und dazu kam, dass ich von Sonntag bis Dienstag kaum was gegessen hatte, da ich einen Virus hatte. Würden meine Kräfte reichen?

In Velden/Vrba angelangt folgte ich dem Trott. Noch schnell auf die Toilette im Casineum, die Sporttüte abgeben und dann sich an den Start stellen. Währen ich die "Motivation" der Tänzerinnen in meinen Ohren hörte, wurde ich genervt. Na gut, ich bin schnell genervt, das gebe ich zu. Aber mir wurde es da einfach zu viel. Die tanzten doch echt wie die Duracell-Häschen auf zu viel Kaffee, gepaart mit Drogen während einem epileptischen Anfall. Wen die motivierten? Mich nicht. 
Dazu kam noch das Warten auf den Startschuss... Meine Laune sank.

1.-5km
Bis es dann endlich losging. Die Musik passte und ich kam schnell in mein Tempo. Ich hatte mir zuvor ja einen Playlist auf Spotify zusammen gestellt und war richtig froh über die Zusammenstellung. Da klopfte ich mir mal auf die Schulter. Das tolle daran war eindeutig auch, dass ich zur Abwechslung einmal nicht so oft überholt wurde sondern selber zu denen zählte, die überholten. Na gut, ich hatte mich auch eher "hinten" eingeordnet, aber das war dann wohl motivierend. Es gibt nichts schlimmeres als nur zu sehen, wie man überholt wird.
Die ersten Kilometer verliefen schnell und ich knackte auch meinen 5km Rekord, worüber ich dann sehr, sehr stolz war. Ich wusste, wie schnell ich circa laufen musste, um die Zeit zu erreichen, die ich wollte. Dass ich viel schneller unterwegs war (über 1 Minute in den ersten Kilometern) pushte ungemein.
Bei der ersten Labstelle gab es ob meiner großen Motivation nur Wasser.

5-10km
Die nächsten 5km waren wohl die fiesesten. Meine Musik war zwar noch immer motivieren und auch die Pace passte. Aber mein rechter Fuß schmerzte richtig ungemein. Ich hatte richtig das Gefühl, als würde mein Fuß in viel zu engen und kleinen Schuhen stecken. Ich weiß nicht wieso, aber es tat weh. Zum Glück verging der Schmerz dann doch irgendwann, aber lustig war es keineswegs. Zwischenzeitlich tat auch meine Hüfte weh. Ich hatte keine Ahnung wieso, aber lustig war es die 5 Kilometer nicht.
Das lustige war, irgendwann überholte ich eine ehemalige Klassenkameradin. Ich wollte sie schon grüßen, aber irgendwas hielt mich dann doch davon ab. Vielleicht die Tatsache, dass sie 8 Jahre mich als blöde Tussi beschimpft hatte? Keine Ahnung, aber ich vergaß dann doch meine Manieren und blieb unfreundlich und lief vorbei.

10-15km
Der Schmerz verging zum Glück dann doch schnell, so dass ich mich wieder konzentrieren konnte. Da die Strecke direkt am Wörthersee vorbeiführte, genoss ich das Panorama und machte mir keine Sorgen mehr über die Strecke. Ich wusste, ich würde es durch das Ziel schaffen! Mit dieser Gewissheit läuft es sich viel leichter. 
An der Labstelle nahm ich dann auch ein Iosgetränk zu mir. An dieser Stelle möchte ich mich bei all den freiwilligen Helfern bedanken. Das Anfeuern und die Getränke halfen mir wirklich sehr. 
Der Horror kam dann ein paar Meter nach dem 15km.

15km-20km
Das sorgfältige Zusammenstellen der Playlist, es war umsonst. Mein Handy gab den Geist auf. 0% Akku. Ich dachte eine Sekunde darüber nach, aufzugeben. Echt jetzt, ich laufe IMMER mit Musik. Wie sollte ich da 6km ohne Musik schaffen? Zusammenbeißen. Ich tat dann das, was ich immer tat, wenn mir langweilig ist: Ich sang im Kopf Lieder. Zum Glück hatte ich nur eine Melodie im Kopf. Es kam also nicht dazu, dass ich slowenische Kirchenlieder singen musste, wie ich das für gewöhnlich tue, wenn mir kein Lied mehr einfällt.
In dieser Zeit liefen wir auch durch Krumpendorf / Kriva Vrba wo zur zeit ein Zeltlager für Flüchtlinge steht. Plötzlich war mir schlecht. Menschen, die sich auf der Flucht befinden, müssen bei Regen und Hitze in Zelten schlafen während wir hier zum Spaß einen Halbmarathon laufen. Ich wurde traurig. Wir zählen zu den wenigen Glücklichen, die in Familien geboren wurden, wo Hunger und Angst nicht vorhanden sind. In Gebiete geboren wurde, wo kein Krieg oder Verfolgung herrscht. Und wie oft sind wir uns dessen bewusst?! Viel, viel zu selten...

Zwischenzeitlich rutschte ich ein bisschen zurück. Oder die ehemalige Klassenkameradin holte auf. Keine Ahnung was vorlag, aber in Gedanken sagte ich mir dann, dass ich mich NICHT überholen lasse. Zumindest nicht von ihr. Das war ich mir selber schuldig. Auch wenn ich eine blöde Tussi bin, laufen kann ich. Also biss ich die zwei, drei Mal, wo es knapp wurde, noch mehr die Zähne zusammen. Meine Eltern sollten dann ob dieser Geschichte stark lachen. 
20km-21km
Als ich dann das 20km Zeichen sah, wusste ich, bald bin ich fertig. Den letzten Kilometer würde ich auch noch schaffen. So kurz vor dem Ziel gibt man nicht auf. Und wenn ich mir etwas geschworen habe (das dann aber auch erst während dem Laufen, aber immerhin) dann das, dass ich NICHT gehen würde. Zwar ging ich beim Wasser trinken bei den Labstellen, aber das zählt nicht. Ich genoss also noch den letzten Kilometer, zuerst beim See entlang und dann die letzten paar Hundert Meter durch die Menschenmenge, die einen richtig anfeuerte. 
Als ich dann auf dem Steg durch das Ziel lief war ich richtig stolz auf mich. Ich hatte es geschafft. Die Zeit war besser, als ich es je gedacht habe und ich hatte mich kein einziges Mal von der Kondition her schlecht oder schwach gefühlt. Ich hatte keine Probleme mit dem Atmen gehabt (meine größte Sorge übrigens!) und dass ich ganze 6 km ohne Musik gelaufen war, das fand ich dann auch richtig gut!

Das einzige Problem lag in einer organisatorischen Tatsache. Wie würde ich jetzt bloß meine Eltern finden, die mich dann heimfahren würden? Ohne Handy doch eher blöd. Nachdem ich eine Runde über das Gelände gedreht hatte und niemand Bekanntes wieder entdeckt hatte entschloss ich mich, eine Mitarbeitern vom Hilfswerk zu bitten, ob ich nicht kurz meine Mutter anrufen könnte. Zum Glück gibt es nette Menschen, denn so fand ich dann meine Eltern auch und konnte ihnen davon erzählen, was mich die letzten Kilometer motivierte, schneller zu laufen ;)

Freitag, 21. August 2015

Outfit: Schwarzer Sommer

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"Da musst du jetzt durch" 
"Aber wie lange noch?" 
"Bis es zu Ende ist."

Das Leben ist bittersüß. Manche Tage kommen einem vor, als würden sie im Flug vergehen während sich andere ziehen wie ein trockener Kaugummi am Asphalt. Sie sind langwierig, langatmig. Man wendet die ganze Energie nur dafür auf, dass man den Kopf oben behält, nicht untergeht in all der vielen Arbeit oder den schlechten Gedanken. Das Atmen fällt einem schwer, denn solche Tage lasten auf einem. Man hat das Gefühl, als würden Tonnen an schlechten Gedanken auf der Brust liegen. Jeder Atemzug, jedes kleine nach Luft schnappe, es tut weh.

Solche Tage kommen. Sie müssen kommen. Manchmal kommen sie nach vielen guten Tagen und werden auch wieder von vielen solchen abgelöst. Manchmal aber, da bleiben sie. Für eine Zeit. Niemand weiß, wie lange. Aber sie bleiben. Man wacht jeden Tag mit der Gewissheit auf, dass der heutige Tag genau so lange wird wie der gestrige. Wenn man überhaupt geschlafen hat, denn man weiß, sogar in Träumen verfolgen einen die schlechten Gedanken. Man wacht schweißgebadet auf, nur, weil man mal wieder den Ängsten den Vortritt vor den Träumen gelassen hat.

"Aber wieso sind nicht alle Tage gut?"

Kleine Kinder fragen sich das gerne. Wieso sind nicht alle Tage gut? Ja wieso denn nicht? Schätzen wir denn den Sonnenschein noch nach zwei, drei Wochen guten Wetter? Freuen wir uns denn über die Gesichter unserer Liebsten, wenn wir sie jeden Tag sehen oder nerven sie uns nicht einmal? Kann man überhaupt das wertschätzen, dass man jeden Tag hat, ohne zu wissen, wie es ohne dem ist? Ohne zu wissen, was man vielleicht vermissen würde? Ist denn das überhaupt möglich.

Genau für das sind die schlechten Tage auch gut. Sie erinnern uns, dass wir nur durch sie die richtig guten als solche wahrnehmen. Nein, nicht nur die richtig guten. Die guten. Die normal guten. Tage, an denen nichts besonderes passiert, wir jedoch trotzdem ohne Sorgen in unser Bett kriechen können und in der Nacht gute Träume träumen. 

Jeder schlechte Tag hat ein Ende. Jede schlechte Zeit hat ein Ende. Und wenn die schlechte Zeit nur etwas gutes hat, dann die Erkenntnis, dass wir stark genug sind. Stark genug, um schlechte Zeiten zu überstehen. Auch wenn wir Narben davon tragen, die Narben machen uns nur stärker. Wer wären wir denn ohne die Narben? Wer wären wir ohne die schlechten Tage?

Nach Regen folgt Sonnenschein. Das haben wir schon als Kinder gelernt. Und was ist mit dem Regenbogen? Den sehen wir doch nur, wenn es regnet und die Sonne scheint. Der Regenbogen, er ist der Bote, dass nach Regen etwas besseres kommen wird. Etwas, das unsere Wunden heilen wird. Etwas, dass aus offenen Wunden Narben macht. Etwas, für das es sich lohnt, die Zähne zusammen zu beißen und die Tränen aus dem Gesicht zu wischen. Ja, die schlechten Zeiten sind mies. Manchmal sind sie von kurzer Dauer, manchmal von langer Dauer. Doch auch sie haben ein Ende. Und genau, wie man die Sonne erst schätzt, wenn es ein paar Tage regnet, schätzen wir die guten Tage erst nach den schlechten. 
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Das Outfit habe ich letzte Woche an einem der vermutlich letzten heißen Tage getragen. Da ich auch im August das Glück habe, in einem klimatisierten Büro zu arbeiten, war es kein Problem, eine lange Hose anzuziehen. Da die schwarze Hose aus ganz normalen Stoff ist kein Problem. Und da kein Anwalt im Büro war, war auch der Look kein Problem ;)

Das schwarze Camisole-Top habe ich bei Primark gekauft und seine wir uns ehrlich, für den Preis macht es einen guten Job. Ich wollte schon länger einen ganz schwarzen Look tragen, nur die grauen Espadrilles von espadrij sind ein kleiner Farbklecks.
Die schwarze Boho Bag von Marc by Marc Jacobs ist perfekt für viel Zeugs, denn man kann sie sowohl schultern als auch umhängen!
Der Messy Dutt ist übrigens seit langem wieder eine meiner liebsten Frisuren, ist er doch unkompliziert und schnell gemacht.

Ein ganz schwarzer Look? Der geht auch im Sommer. Natürlich nicht täglich, aber ab und zu wechsel auch ich meine an sich nicht dunkle Kleidung gegen schwarze Lieblingsstücke ;)

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 Top - Primark
Hose - No Name
Espadrilles- espadrij
Tasche - Marc by Marc Jacobs
Brille - Ray Ban, Modell Erika
Uhr - Fossil

Mittwoch, 19. August 2015

Interior: Lavender Room 2.0

lavender star - zimmer - begehbarer kleiderschrank - pax kleiderschrank - offener kleiderschrank - wardrobe -
Ein eigenes Zimmer bedeutet so viel mehr als ein paar Möbel. Es bedeutet Freiheit. Es bedeutet ein Ort, an dem man sich zurückziehen kann. Mal weinen kann, wenn der Tag blöd war. Oder auch laut los lachen, wenn etwas lustiges passiert ist. Von dort führt man Telefonate mit den besten Freunden, erzählt ihnen von einem tollen Tag, einem miesen Date oder den blöden Arbeitskollegen. Oder teilt mit ihnen das süße Lächeln des Jungen von Neben an. 

Ein Bett stellt nicht nur den Ort des Ruhens dar. Es wird mal schnell als Kleiderschrank entwendet, wenn man sich für einen speziellen Anlass zum 8. Mal nervös umzieht. Es dient als Auffangbecken für die vielen Tränen. Es dient als Schmiede der Träume, ob nun der wachen oder der schlafenden. Man (tag-)träumt nirgends besser als im eigenen Bett. Magazine oder Bücher lesen sich wie im vorbeifliegen in dem Bett und es gibt kaum etwas schöneres, als sich mit einer warmen Tasse Tee bei Gewitter draußen ins warme Bett zu kuscheln.

Der Schreibtisch. Der Ort, an dem Wunder geschehen. Manchmal echte, manchmal nur solche, die man sich herbei wünscht. Dort tippst man die Chatnachrichten mit Freunde, man schreibt an dem Tisch die Blogposts und zerbricht sich den Kopf über mal interessante, mal weniger spannende Arbeiten für die Universität. Manchmal muss man auch weinen. Wenn das lernen nicht so geht, wie man will. Oder wenn man eine fiese Nachricht per Mail erfahren hat und das Bett dann doch zu weit weg ist. 

Der Kleiderschrank ist dann wohl das Heiligtum eines jeden Mädchens. Oder sollte es zumindest sein. Egal, ob sich darin Chanel und Gucci tummeln oder doch eher eine Louis Vuitton neben dem Kleid von Zara versteckt. Es ist egal, ein Kleiderschrank spiegelt den Stil eines jeden Mädchens wieder. In ihm verstecken sich gern getragene Kleider (das sind die, die man sofort sieht!), Kleidungsstücke, die man zwar oft trägt, aber niemanden zeigen will (ich spreche hier von alten Jogginghose und Shirts, von denen wir behaupten, dass sie uns nicht gehören, wenn wir gefragt werden!). Natürlich dürfen wir nicht die besonderen Kleider vergessen. Ballkleider, mit raffinierten Ausschnitten, eleganten Verzierungen oder langen Schleppen. Einfach Kleider, die uns genauso aussehen lassen, wie wir uns eigentlich fühlen sollten, wie etwas besonderes. Die uns sofort mehr Selbstvertrauen schenken, als wir vielleicht haben.
Und natürlich haben wir auch die paar Kleidungsstücke, von denen wir hoffen, dass sie irgendwann wieder modern werden und sich das Horten ausgezahlt hat. Ich beneide an dieser Stelle jene Mädels, die ihre "Schlaghosen", "Spaghettiträgertops", "Adidas Superstar" und ihre "Karottenhosen" nicht der Caritas, sondern der hintersten Ecke ihres Schrankes geopfert haben. Glaubt mir, ihr seid die wahren Anne Wintours!
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Mein Zimmer ist auch so etwas wie meine Ruhezone. Ich entspanne hier von mühsamen Tagen, liebe es, tagelang nur im Bett zu liegen und Serien zu schauen oder auch mal produktiv am Schreibtisch zu sein. 
Ich habe es mir diesen Sommer ganz stark vorgenommen, endlich das Projekt Zimmer zu beenden. Und seht an, ich habe es. Ich habe mir diesen Sommer einen Tisch ( diesen) geholt und meinen alten schwarzen Pax durch den weißen meines Bruder ersetzt. Alles selber, wohlgemerkt. Blaue Flecken und aufgerissene Nagelhaut waren die Folge, aber als ich dann fertig war, war ich stolz wie schon lange nicht mehr. 

Da mein Zimmer leider nicht allzu groß ist, konnte ich es nicht schaffen, meinen ganzen Kleiderschrank zu fotografieren. Aber ein kleiner Einblick ist besser als keiner, oder?
Ich finde, das gute an einem offenen ist, dass man immer darauf schauen muss, dass er ordentlich aussieht. Bei mir gibt es für gewöhnlich keine hässlich reingeworfenen Kleider, zum Glück. Man sieht auch sofort, was man alles besitzt. Trägt man etwas länger nicht, kann man es aussortieren. Oder, wie ich, nach oben geben. Im oberen Regal lagere ich nämlich neben meinen Pullovern jene Kleidung, die ich aussortieren möchte. Außer natürlich, ich erlebe in den nächsten Wochen den innerlichen Drang, genau die Kleidung in 100 Kombinationen zu tragen, oder so.
In den Laden bewahre ich meine Shirts, Socken und Sportsachen auf. Na gut, das Groß der Sportsachen befindet sich zur zeit in der Wäsche. 
Meine Taschen platziere ich entweder über meinen Kleidern (jene, die man nicht zufassemfalten kann) oder unter ihnen in einer Schublade. 
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Meinen Schreibtisch habe ich euch ja schon oben verlinkt. Zur Zeit bin ich noch am überlegen, welchen Spruch ich mir noch auf die Wand über dem Tisch hängen soll. Es sollen motivierende Sprüche sein wie die zwei oben "Don't ever let anyone dull your Sprache" und "Do more of what makes you happy". Weiß vielleicht eine / einer von euch einen tollen? Die "Leinwand" mit dem zweiten Spruch habe ich mir übrigens bei Prentu machen lassen. Danke an dieser Stelle noch einmal!
Was man in meinem Zimmer aber nicht findet sind Blumen. Ich kann euch leider gar nicht sagen wieso, aber ich mag Topfpflanzen gar nicht. Es geht sogar so weit, dass ich weine, wenn ich welche in mein Zimmer tragen muss da mich diese Pflanzen so wütend machen. Was echt amüsant ist, denn ich liebe Schnittblumen und auch gegen Pflanzen in der "freien Natur" habe ich nichts. Aber ich glaube, jeder hat seine Macken.
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Was mir ansonsten noch wichtig war für das Zimmer? Dass es harmonisch ist. Die vorherrschenden Farben sind Lavendel (Zimmerfarbe), Weiß (Schrank und Tisch) und Schwarz (Regale und Bett). Ich finde, diese drei Farben harmonieren sehr gut miteinander. Sie sind alle drei sanft und beruhigen. Ich würde mich keineswegs in einem Zimmer mit einer grellen Wandfarbe wohlfühlen. 
Wie ich oben bereits geschrieben habe, das Zimmer soll eine Wohlfühloase sein. Und die kann es nur sein, wenn man gerne ins Zimmer kommt. Und das tue ich in mein Zimmer sehr gerne :)
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Sonntag, 16. August 2015

Food: Naked Cake

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45 Jahre. So lange sind meine Eltern schon verheiratet. 45 Jahre, in denen mein Vater meine Mutter schon in den Wahnsinn treibt, meine Mutter meinen Vater versucht, Höflichkeiten beizubringen und in denen sie durch gute und schlechte Zeiten gewandert sind. 45 Jahren, in denen sie 4 Kinder zu Menschen  und Erwachsenen großgezogen haben. 45 Jahre, in denen sie sechs Enkel bekommen habe, die alle, mal mehr oder, öfters aber auch weniger, brav sind. 

Ich glaube, eine Ehe, die 45 Jahre besteht, gehört ordentlich gefeiert. Also haben meine Geschwister und ich uns überlegt, was wir denn machen könnten. Na eine große Gartenparty (mein Vorschlag) mit der engsten Familie und der Großmutter, der Matriarchin schlechthin. Da meine Eltern auch gläubig sind, hatte auch ich wieder die Idee, wir könnten doch eine Dankesmesse machen. 
Schnell wurden die Aufgaben verteilt. Ich übernahm die Desserts und die Messe, die anderen sollten den Rest beisteuern.

Das lustige war aber, dass meine Eltern von nichts eine Ahnung hatten. Mein Vater wusste nur, dass er an dem Samstag meine Oma zu einer Familienfeier fahren musste. Zu einer Cousine von ihr oder so. An dieser Stelle gehört angemerkt, dass ich extremst schlecht lügen kann und sehr schnell ein schlechtes Gewissen habe. Dass ich es geschafft habe, meine Eltern so gut zu belügen, da war ich richtig überrascht.
Während meine Eltern dann am Samstag in der Früh zu meiner Oma fuhren richteten wir den Garten her und trafen uns dann alle bei der Kirche. Das Gesicht meines Vaters, als er dann bei der Kirche vorfuhr und plötzlich uns sah, das war Goldwert.

Die Überraschung ist gelungen, meine Eltern waren richtig froh und ich glaube, das lag auch ein ganz kleines wenig an meiner tollen Torte. Denn ich habe meine zweite Lieblingstorte (meine liebste ist die Sachertorte, aber zum Geburtstag bekomme ich immer eine Sachretorte mit Topferfüllung) gebacken, eine Topfentorte. Die war richtig weich und flaumig. Und sah dazu noch wunderschön aus.
Denn ich habe sie mit Blumen "aufgehübscht". Wie das funktioniert? Wir backen einmal die Torte ;)
lavender star - naked cake - torte mit blumenverzierung - topfentorte - traditionelles oesterreichsiches rezept

Ihr braucht:
Für das Biskuit:
-5 Eier
-130g Zucker
-150g Mehl
-1/2 Packung Vanillezucker

Die Eier, den Zucker und den Vanillezucker schlägt ihr für ein paar Minuten ordentlich durch und hebt dann das Mehl unter. Ihr könnt nun entweder den ganzen Teig in eine Springform geben ODER jeweils die Hälfte (dann müsst ihr übrigens auch den gebackenen Teig nicht halbieren!). Wenn ihr anstatt einer Schicht zwei Schichten Topfenmasse macht (so wie ich auch dem Bild), dann müsst ihr noch die Hälfte der Zutaten dazurechnen.
Das backt ihr bei 180°. Ich habe die Hälften jeweils 10 Minuten drinnen gelassen, habe aber regelmäßig den Zahnstocher-Test gemacht!

Für die Topfunmasse:
-500g Topfen
-130g Zucker
-8 Blätter Gelatine
-250ml Schlagobers 
-1 Packung Vanillezucker
-Die Schalen und den Saft einer halben Zitrone

Schlagt das Schlagobers ordentlich durch. Dann den Topfen, den Zucker und den Vanillezucker beigeben und durchixen. Presst die Zitrone aus und reibt die Zitrone (Achtung, eine unbehandelte kaufen!) an einer Reibe aus und dann hinzufügen.
Die Gelatineblätter legt ihr für etwa 5 Minuten in kaltes Wasser. Dann abtröpfeln und in einen Topf geben und bei niedriger Hitze so lange auf dem Herd stehen lassen, bis die Gelatine flüssig ist. Dann fügt ihr das der Topfenmasse hinzu.
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Holt euch nun eine Springform und legt den ersten Teil des Biskuit hinein. Dann entweder die Hälfte oder die ganze Topfenmasse drüber und einen weiteren Biskuit als Deckel rauf.
Stellt das dann entweder in den Kühlschrank oder den Keller, am besten über Nacht.

Am nächsten Tag lockert ihr die Springform und entfernt sie. Durch die Gelatine fällt nichts zusammen!
Ich habe als Dekoration weiße Feldblumen, rote Rosen, Rosenblätter, Erdbeeren und Blaubeeren verwendet. 
Zuerst war ich ein wenig überfordert, wie ich denn die Blumen "fixieren" sollte. Aber schon bald hatte ich den Dreh raus. Schneidet die Blumen so ab, dass noch immer ein wenig Stiehl übrig ist. Den braucht ihr nämlich zum fixieren. Ich habe die Blumen übrigens einfach in den "Deckel" reingesteckt. In die Mitte kamen die roten Rosen, rundherum die Früchte und am Rande platzierte ich die weißen Blumen. Die Rosenblätter klebte ich an die Topfenmasse an.

Die Torte sieht nicht nur hübsch aus, sondern sie schmeckt auch richtig lecker!
Wenn ihr die Torte nachmacht, dann würde ich mich sehr freuen, wenn ihr es mich wissen lässt oder auf den sozialen Medien mit den Hashtags #svetlanakocht und / oder #topfenistquark markiert ;) 
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Freitag, 14. August 2015

Outfit: Ledershorts, beige Bluse und was Pinkes!

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Ich liebe die letzten Tage des Sommers. So Mitte August, wenn man schon langsam Lust auf den Herbst, die goldgefärbten Blätter und das Gefühl der untergehenden Sonne auf der Haut, da genieße ich die Sonne noch einmal so ordentlich. Ich sauge die letzten Sommer-Sonnenstrahlen auf wie ein trockenes Tuch das Wasser. Ich rieche noch einmal den Sommer. Ja, ich rieche ihn. Er riecht nach Heu, nach Weizenfeldern, nach guter Laune und nach Lebensfreude. Denn das habe ich in diesem Jahr gelernt, Lebensfreude.

Hätte mir wer vor einem Jahr gesagt, dass ich heute da bin, wo ich bin, ich hätte die Person wahrscheinlich ausgelacht. Oder überhaupt für irre erklärt. Ja, wohl eher das zweite. Vor einem Jahr habe ich kaum an mich selber geglaubt, ich hatte panische Angst vor Prüfungen (na gut, die habe ich noch heute) und habe mir selber kaum was zugetraut. Heute versuche ich, einfach das Beste zu hoffen. Natürlich, manchmal meint es das Leben nicht so mit einem, wie man es will. Aber man lernt daraus. Manchmal muss sich eine Türe schließen. Es kann dann sein, dass sich ein Fenster öffnet. Eine Tür. Oder gar ein großes Tor zu einem wunderschönen Garten. Wer weiß das schon. Man muss das Leben einfach auf sich zukommen lassen. 

Man muss die Vergangenheit hinter sich lassen. Auch wenn sie wunderschön war, man darf sich nicht an sie anklammern. Denn manchmal ist die Zukunft toll. Manchmal nicht. Aber wer weiß das schon? Wenn man nur in der Vergangenheit lebt, dann ist das zwar eine sichere Zone. Aber doch auch eine langweilige!

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So sehe ich das auch mit dem Sommer. So sehr ich ihn genossen habe (und er hat uns dieses Jahr mit tollem Wetter mehr als verwöhnt!), so sehr will ich ihn auch los lassen und muss es auch. Denn ich freue mich schon auf den Herbst. Wird er so wunderbar wie letztes Jahr? Oder eher verregnet? Wer weiß, ich bin aber schon gespannt, WIE er wird. Sowohl vom Wetter her als auch modisch.

Aber bevor ich mich zu sehr der Herbstmode widme möchte ich noch ein bisschen in der Sommermode schwelgen.
Zwar arbeite ich das Monat bei einem Anwalt, aber im Juli war ich bei einer Organisation beschäftigt und da war die Kleiderpolitik ein bisschen legerer. Also konnte ich meine Ledershorts sehr oft tragen und habe es auch getan. Ich trage sie zwar auch richtig gerne zu Strumpfhosen, aber im Sommer, da brauche ich keine. Bei dem tollen Wetter, das wir hatten!

Im Sommer habe ich auch wieder meine vielen Shirt bzw Topblusen schätzen gelernt. Ich liebe sie einfach, denn sie sind einerseits elegant und andererseits vielfältig einsetzbar. Auf die Arbeit oder danach was trinken, alles geht mit so einem tollen Oberteil!

Die linke Tasche von Michael Kors ist mir diesen Sommer wieder richtig ans Herz gewachsen. Und nein, nicht nur, weil sie politisch gesehen sehr cool ist ;)
Dazu noch höchstens eine Kette und meine Uhr, die mir meine Eltern zu meinem 23. Geburtstag geschenkt haben, und fertig ist ein Outfit. Unkompliziert und perfekt für die Temperaturen, die zur Zeit (noch) herrschen. 

Freut ihr euch auch schon ein bisschen auf den Herbst? Und wie findet ihr den Look? :)
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Top- Vero Moda
Shorts - Zara
Sandalen - Zara
Tasche- Michael Kors
Uhr- Fossil
Kette- Forever 21
Sonnebrille- Ray Ban

Montag, 10. August 2015

Fashion: Blaues Kleid und die gestreifte Jacke

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Der Sommer ist heiß. Das macht einem so lange nichts aus, als man am See liegt oder in einem klimatisierten Büro sitzt. Doch verlässt man einen dieser Plätze, dann jammert und meckert man und versteht plötzlich, wieso so viele Menschen vor der (heißen) Hölle Angst haben. Im Sommer wünschen wir uns den kühlen Winter und den Schnee her.

Doch im Winter, wenn es draußen kalt ist, es schneit und man zittern eine heiße Tasse Tee in den Händen hält, da wollen wir nichts lieber als den heißen Sommer herbei haben. Temperaturen jenseits der 30 erscheinen uns plötzlich sehr vielversprechend und man hätte sogar lieber eine von der Sonne verbrannte Haut als zehn Schichten an.

Ja, wir Menschen sind schon komisch. Wir wünschen uns oft das, was wir nicht haben. Wir sind grundsätzlich unzufrieden mit dem, was wir haben und wollen mehr oder was anderes. Ich selber bin gar nicht anders. Im Sommer hätte ich gerne eine kühle Brise und im Winter hätte ich nichts dagegen, wenn es ein paar Grad wärmer wäre. Ist es dann aber in beiden Fällen, dann jammern ich rum und sehen mich nach dem Winter/Sommer aus meiner Kindheit. Ja was denn nun? Ich weiß es doch selber nicht.

Manchmal weiß der Mensch nicht, was er will. Will er nun den Sommer oder den Winter? Will er die Hitze oder die Kälte? Und was, wenn er noch mehr Auswahl hat? Ja dann fällt diese noch viel, viel schwerer. Was, wenn man zwischen mehreren Wegen wählen kann und jeder Weg, gleich richtig oder gleich falsch erscheint? Welchen Weg soll man wählen, wenn alle gleich leicht oder gleich schwer sind?
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Dann soll man einfach mal aufs Herz hören. Den Kopf ausschalten, denn der hat uns hergebracht. Wenn logisches und kühnes Denken nicht helfen, dann sollen wir einfach auf Bauch und Herz hören. Denn tief im Inneren, da wissen wir, was wir wirklich, wirklich wollen. Auch wenn es vielleicht nicht so vernünftig ist. Oder vielleicht einfach anders. 

Wer hätte gedacht, dass ich heute da bin, wo ich bin? Ich wohl am wenigsten. Ich war mir immer sicher, ich studiere Jus (für die Deutschen Jura ) um später einmal Rechtsanwältin zu werden. Gebiet? Strafrecht, natürlich!
Der Entschluss festigte. Bis letztes Jahr jemand meine Burg um Strafrecht und Rechtsanwalt einriss. Wer? Ich selber. Denn ich erkannte, es gibt ein Gebiet, das mich mehr interessiert. Von dem mir immer gesagt wurde, dass mich das nicht interessieren würde. Doch das tat es. Also entschloss ich mich, in Steuerrecht zu spezialisieren. Ein paar (viele) komische Blicke kostete es, aber das war mir egal. 

Manchmal muss man übrigens auch beim Kleider auswählen auf den Bauch hören. Nicht nur immer zu den Sachen greifen, in denen man sich sicher fühlt, sondern auch mal "mehr" wagen. Auch wenn man sich an einen Dresscode zu halten hat, kann man doch ein bisschen experimentieren.
Da ich im August bei einem Anwalt in der Kanzlei arbeite, finde ich es angemessen, dass ich Shorts gegen Kleider und Röcke tausche und Speaker gegen Ballerina und elegante Sandalen. 

Da ich selber ja nicht der Blazer-Typ bin und mich in Blazer überhaupt nicht wohl fühle, trage ich lieber Blusen und oder Jacken. Dieses gestreifte Jäckel (ihr wisst ja, ich und Streifen, eine endlose Liebe) habe ich bei H&M im Sale gefunden und mich sofort in sie verliebt. Sie ist genug elegant und gestreift. 
Zu dem hellblauen Kleid passt sie super und dieses war perfekt für den ersten Arbeitstag. Dazu noch eine elegante Tasche und Ballerina, kein großer Schnick Schnack. Wohlfühlen steht bei ersten Arbeitstagen im Vordergrund!
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Kleid- Orsay
Jacke- H&M
Tasche- Orsay
Ballerinas- J.Crew
Brille- Ray Ban
Uhr - Fossil