Montag, 22. Mai 2017

Outfit: Blusenkleid, Lederhose und Chloe Drew

"Do more of   Dieser Satz steht ganz groß über meinem Schreibtisch in 
what makes   meinem Schlafzimmer. Mache mehr von dem, was dir  
you happy!"   Spaß macht. Das sollte nicht nur ich, sondern wir alle. Und was mir Spaß macht, das ist das Schreiben. Ob es nun wissenschaftliche Texte sind oder der Blog, beides hat mir bis vor Kurzem sehr, sehr großen Spaß gemacht. Bis meine Schachtelsätze in den Boden geschimpft wurden, meine Ausdrucksweise als stümperhaft bezeichnet wurde und allgemein die Leute sich fragen anfingen, wie ich denn überhaupt die Matura, geschweige denn ein Studium abschließen konnte. Kann sie denn überhaupt irgendwas? Oder ist sie einfach nur dumm? 

D U M M. Diese Benennung tut weh. Es tut mir weniger weh, als hässlich, fett, gemein, böse oä bezeichnet zu werden. Aber dumm, das schmerzt. Weil ich es nicht bin. Aber wenn man immer wieder nur mit negativen Kommentaren behaftet wird, dann macht es einfach keinen Spaß mehr. Ja, nicht nur Mitterlehner hat diesen Satz benutzt, nun auch ich. Es ist so wichtig, dass man an Dingen, die man täglich tut, Spaß hat. Oder wöchentlich. Hätte mir meine Arbeit im JUNOS Vorstand keinen Spaß gemacht, dann hätte ich NIE die ÖH-Wahl überlebt. Würde mir mein Engagement bei NEOS keinen Spaß machen, dann würde ich nie die gehässigen und gemeinen Kommentare von Menschen überstehen, die ich leider viel zu oft sehen muss. Ja, viele meiner Freunde schätzen mein Engagement, auch die, die eine andere, völlig unterschiedliche politische Meinung teilen. Und gemeine Kommentare höre ich selten bis nie (eher Sticheleien, aber das beruht auf Gegenseitigkeit und ist nie und nimmer böse gemeint). 
Aber leider gibt es Menschen in meinem Umfeld, die das Bedürfnis verspüren, mich und andere bloß zu stellen. Und leider erreichen sie damit fast immer, was sie wollen: Dass man selber an sich zweifelt, dass man sich einmal zu oft fragt, ob man denn nun vielleicht doch dumm ist, ob man vielleicht doch eine Witzfigur ist, weil man die kleine Hoffnung verspürt, durch sein Engagement, egal ob politischer oder zivilgesellschaftlicher Natur, etwas zu verändern? Und dann macht es halt echt keinen Spaß mehr. 

In solchen Momenten, die sich bei mir zur Zeit leider viel zu sehr mehren, ist es mir wichtig, mich an einige Dinge zu erinnern: Dass ich Freunde und Familie haben, die mich lieben, so wie ich bin. Die zu mir stehen, egal was passiert. Und die beides tun würden, auch wenn ich dumm wäre oder eine Witzfigur. Was ich aber nicht bin. Denn das Urteil von wenigen Menschen darf nicht wichtiger sein als das Urteil der vielen anderen, die eben eine komplett andere Meinung über einen selber haben. Ich habe die Woche wo gelesen, dass, wenn man 10.000 Euro haben würde, es einen nicht stören dürfte, würde einer 8 Euro wegnehmen. Und genau so ist es mit unserer Zeit: Wenn wir 10.000 Minuten haben, dann dürfen wir nicht wegen 8 Minuten, in denen wir nicht mit Wertschätzung behandelt werden, die Lust am Leben verlieren. 

Wir werden im Leben noch vielen Menschen begegnen, die einen nicht schätzen. Doch das darf nicht entscheiden, wer wir sind oder ob wir uns mögen oder nicht. Ja, man macht Fehler und es ist gut, wenn einem einer sagt, was man verbessern kann. Meine Schachtelsätze sind wahrscheinlich wirklich nicht das tollste, was die Menschheit je gesehen hat (und wahrscheinlich eher sogar eines der nicht so tollen Dinge). Aber nur, weil man selber Fehler macht, heißt das nicht, dass man selber ein Fehler ist. Sogar Jesus hat gesagt, wer ohne Fehler  [na gut, ohne Sünde!] ist, werfe den ersten Stein. (Das ich es übrigens schaffe, sowohl Jesus als auch Mitterlehner in einem Post auf einem Fashionblog zu zitieren, das hätte ich selber auch nicht gedacht!).

Kleid: H&M
Hose : Holy
Tasche : Chloe Drew
Ballerinas : Chloe

Dienstag, 2. Mai 2017

Outfit: Flower Dress

 Nachdem es der Frühling mit uns dieses Jahr ja nicht so gut meint, kommen bei mir Kleider (natürlich mit Strumpfhose) zur Zeit oft zum Einsatz. Denn irgendwie mag man die ganzen Jeans doch nicht mehr so gerne anziehen und wünscht sich gerne eher frühlingshafte Kleider herbei. Da die Temperaturen aber nicht so dafür geeignet sind, muss man umdenken.

Ich trag ja sehr gerne Kleider im Herbst oder Frühling. Mit einer Strumpfhose oder mit einem Pullover drüber machen diese auch eher kühle Temperaturen mit. Und in einem Kleid wirkt man um einiges eleganter als in Jeans und Shirt. Perfekt also für die Arbeit auch ;) 

Das schwarze Kleid mit Blümchen in rosa/rot is von Orsay aus der aktuellen Kollektion. Ich wollte ja schon länger ein Kleid in den Farben. Ehrlich gesagt seitdem ich es auf Instagram auf einer Bloggerin gesehen habe (fragt mich aber nicht, an welcher!). Ob es für den Sommer passend ist, ist fraglich, denn es ist ja langärmlig. Aber solange es der Frühling eher kalt mit uns meint, passt es perfekt. Jeansjacke und Hut an und es passt.

Ich halte übrigens von den typische Fashionregeln wie "Silber und Gold nicht mischen" oder "Kein Rot zu Rosa" eher gar nix mehr. Ich finde, in der heutigen Zeit haben diese Regeln keinen Platz mehr, jeder soll selber entscheiden, was ihm gefällt. Individuelle Regeln sind doch viel besser als irgendwelche allgemeinen. Vor allem wir Frauen sollten uns auch in anderen Hinsichten emanzipieren: Feminismus bedeutet nicht nur, dass Frauen gleich viel wert sind wie Männer. Nein, es bedeutet auch, dass jede Frau für sich selber entscheiden soll, was ihr gefällt und was nicht.

Nur weil etwas Mode ist, heißt das nicht, dass es mir auch passt. Ich mag zum Beispiel keine Crop Tops, finde, die sehen viel zu kindlich aus. Ich rümpfe die Nase, wenn ich Mom-Jeans mit Schnürungen an der Seite sehe (hallo 90er!) und verstehe nicht, was schwarze Augenbrauen sollen. Aber das sind Sachen, die ich nicht mag. Ich verstehe nicht, wieso andere sich so anziehen aber jo mei, es ist deren Entscheidung. Das ist für mich auch Feminismus. Dass Frauen eigenständig entscheiden können, was sie anziehen wollen. Und ich werde, auch wenn ich vieles für eine modische Verwirrung halte, meine Klappe halten und für dafür kämpfen, dass die eben ihren modischen Geschmack ausleben können. Das ist dann Liberalismus, wie ihn Rosseau formuliert hat. 
Kleid*- Orsay
Jeansjacke - H&M
Tasche - Karl Lagerfeld
Hut - Forever 21
Schuhe - Deichmann

Donnerstag, 20. April 2017

Outfit: Silberne Jacke, Olivgrünes Kleid und Schnee

Da dachte man, der Frühling ist da und dann kam doch das Osterwochenende. Wir hatten in Österreich schon so schönes frühlingshaftes Wetter, man war glatt versucht, seine Jacke überhaupt daheim zu lassen. Und dann kam Ostern und es wurde K A L T. Es schneite bis tief in die Täler runter und in der Früh war Frost. Alles andere als lustig, wenn man einerseits eine Frostbeuel wie ich ist und andererseits sich schon richtig auf den Frühling freu. Und am Sonntag eigentlich den Marathon laufen will, das Outfit aber eher zu Ibiza als zu St. Moritz passt. 

Aber dann sieht das Outfit, geshoottet bei Schnee, nicht so surreal aus. Fakt ist aber, dass ich mich freue, es wieder zu tragen, wenn es wieder wärmer wird, dann halt ohne Strumpfhose. Das Kleid war ein absoluter Glückskauf bei Zara im Sale, ich habe vielleicht 15€ bezahlt und liebe es. Es ist so toll breit geschnitten und die Maschen sind einfach süß, findet ihr nicht? Die Farbe ist jetzt nicht die ultimative Frühlingsfarbe, aber man muss manchmal ja auch Regeln brechen, oder?

Die silberne Jacke (eine ähnliche gibt es bei Alba Moda) wurde mir von Orsay zur Verfügung gestellt. Selber hätte ich mir eine solche wohl eher nicht gekauft. Was schade ist, denn sie ist toll. Ich für meienn Teil bin, was Kleidung betrifft, ja viel zu sehr jemand, der in der eigenen Wohlfühlzone bleibt. Bevor ich mir etwas kaufe, dass zu Experimente einlädt, kaufe ich lieber das 10 Ringelshirt. Und das ist leider echt wahr.
Aber diese Jacke ist doch toll. Ich mag die Farbe und den recht flotten Schnitt. Sie ist eigentlich doch eher sportlich, kombiniert mit dem Kleid bringt man aber doch etwas elegantes hervor. Ich finde übrigens nicht, dass man Gold und Silber nicht kombinieren kann. Silber zu goldenen Taschen und Schuhelementen ist für mich kein Widerspruch! Vielleicht bin ich ja doch nicht so engstirnig, was Mode betrifft?


 Jacke - Orsay* (ähnliche Alba Moda )
Kleid - Zara (ähnliches hier)
Tasche - DKNY
Flats - Burberry

Montag, 10. April 2017

Osterparade 2017 - weißer Osterhase

Ostern steht vor der Tür und für mich heißt dies nicht nur endlich(!!!) wieder Süßigkeiten essen (40 Tage Fastenzeit sind hart, sehr hart!) sondern auch Zeit mit der Familie zu verbringen. Ich glaube, dass in meiner Familie Ostern wichtiger ist als Weihnachten. Nicht nur vom Glauben her (als Kind war es für mich unvorstellbar, wieso das so war), sondern auch vom familiären. Wir treffen zu Ostern immer die Familie meines Vaters, welche riesig ist. Für gewöhnlich gehts also am Karsamstag zum Familientreffen ins Jauntal, wo uns ein göttlich guter Osterschinken zusammen mit Reindling aufgetischt wird. Am Sonntag essen dann meine Eltern, ich und die Familie meines Bruders "unseren" Osterschinken zum Frühstück, bis es dann zu Mittag zur Oma geht. Am Ostermontag folgt dann noch ein Besuch bei meinen Nachbarn, bis es dann für ein Jahr keinen Osterschinken mehr gibt. Der Cholesterinspiegel dankt es ;) 

Eine Osterparade also? Da bin ich dabei. Bis ich festgestellt habe, dass meine Bastelkünste, sagen wir, bescheiden sind (ich habe mir mal beim Osterbasteln mit einer Nadel unter den Nagel gestochen, nuf said) und ich euch ja das Rezept für den Reindling schon mal präsentiert habe. Also was jetzt?
Na gut, dass meine Backkünste, im Vergleich zu jenen des Bastelns, bei weitem bessern sind. Also habe ich mich, mit Hilfe meiner Nichte, an einem Osterhasen versucht. Und ich glaube, er ist halbwegs gelungen ;) 

Ihr braucht:
250g Mehl
250g Zucker
4 Stück Eier
1/8 Wasser
1/8 Öl
Vanillezucker
Backpulver

Die Eier mit beiden Zuckern schaumig schlagen. Währenddessen vermengt ihr  einerseits das Wasser mit dem Öl und andererseits das Backpulver mit dem Mehl. Dann fügt ihr abwechselnd das Mehl und das Ölgemisch zu der Eier-Zucker-Masse hinzu. 

Fettet eine runde Backform ein und dann geht es für 1 Stunde bei 180° in den Backofen.
Lasst dann den Kuchen auskühlen und schneidet ihn dann in zwei gleichmässige Hälften.
Wenn euer Kuchen dick genug ist, dann könnt ihr daraus zwei Hasen produzieren. Sollte er aber zu schmal sein, dann verwendet ihr einfach die Buttermasse (Rezept unten) und "klebt" beide Hälften aneinander.
Dann schneidet ihr ein kleines Stück (siehe  Bild unten) auf der einen Hälfte des Kuchens raus, da kommen dann die Ohren hin. Gebt einen Teil des ausgeschnittenen Kuchens an den hinteren Teil des Hasen, dass wird dann euer Schwanz.  

Buttercreme:
100g Butter
500g Topfen
150g Zucker

Vermixt die oben genannten Zutaten und schmiert dann euren Hasen damit ein. Es muss jetzt nicht perfekt aussehen, denn es folgt noch eine Schickt mit Kokosraspeln. Dies ist ein bisschen tricky, denn ihr müsst den Kokos gleichmäßig auf dem Hasen verteilen. Aber wenn ich das schaffe, schafft ihr das auch. 
Ihr könnt dann noch weißen Ohren zaubern (meine Nichte wollte partout nicht ihre Wasserfarben raus kramen, dann würde das professioneller aussehen ;) ) und eine rote Nase. 

Meiner Familie hat der Hase gut geschmeckt. Da ich ja Fastenzeit habe, war das Backen aber eine weitere Herausforderung: Man kann nix abschmecken. Und man darf nichts kosten. Gott, ich freue mich schon so auf Ostern.

Für weitere tolle Posts zum Thema Ostern schaut auch bei den anderen Mädels vorbei:
Montag Svetlana von Lavender Star und Natacha von The Chocolate Suitcase Dienstag Melli von Küche mit Herz und Lina von Glittery Peonies 
Mittwoch Trixi von amigaprincess und Vanessa von Vrban Diaries 
Donnerstag Jasmin von Mary Jay und Martina, Elisabeth & Marjorie von Vienna Fashion Waltz 
Freitag Aly von duftlos und Michaela von poppiesandcornflowers.com 
Samstag Beatrice & Jasmin von Jatrice  


Montag, 20. März 2017

Alles Walzer! - Blue Dream

Heute möchte ich noch das letzte Ballkleid zeigen, welches in dieser Ballsaison getragen habe. Ich weiß nicht, ob das Zufall ist oder nicht, aber in Österreich oder zumindest in den Kreisen, in denen ich bin, gibt es ab dem Aschermittwoch keine Bälle mehr. Ab der Fastenzeit, somit nach Ostern, gibt es dann wieder einige Bälle, aber in der Fastenzeit wüsste ich nicht um einen besonderen Ball. Wisst ihr vielleicht, ob das mit der Fastenzeit zusammenhängt?

Nichtsdestotrotz habe ich dieses Kleid am WU-Ball getragen. Ja, an DEM WU-Ball, an welchem irgendwann keine Gäste mehr reingelassen wurde. Zum Glück waren wir früh genug dort, so dass wir noch reinkamen. Es war nämlich richtig schön, so ein Ball in der Hofburg ist eben ein richtiger Erlebnis. Ich war aber teilweise schockiert, wie wenig Zeit manche Damen in die Vorbereitung investiert haben. Ich kann hier nur von der weiblichen Sicht sprechen, da es mir bei Frauen ja mehr auffällt, aber ein Freund meinte, auch die Männer hätten sich teilweise nicht so viel Mühe gegeben. Auf jeden Fall hab ich Frauen mit diesen dicken Haargummis gesehen, welche vielleicht in den frühen 90ern modern waren, mit quitschgelben Kleidern und verschmierten Lippenstiften, zerrissenen Strumpfhosen und totgelatschen Schuhen. 

Das Kleid habe ich mir übrigens bei Zalando bestellt. Bevor ich es aber bestellt habe, habe ich es wochenlang angehimmelt. Habe mir aber nebenbei andere angesehen aber es war dann keiner so, dass ich gesagt hätte "DAS" muss ich haben. Es war dann doch immer das blaue. Mir gefällt die Schlichtheit und doch Verspieltheit des Oberteils. Und da ich ein kleiner Zwerg bin, kann man mit High Heels die körperliche Größe auch der geistigen Größe anpassen ;) 

Bei den typischen Wiener-Bällen haben die Kleider ja lang zu sein, also eine große Abendrobe. Ich war aber schon auf Bällen, wo kürzere Kleider geduldet wurden bzw Gang und Gäbe waren. Ich finde, man muss immer differenzieren, ob das nun ein Ball in der Hofburg oder ein Schulball ist. Bei Schulbällen trage ich auch Cocktailkleider, teilweise sogar solche, welche ich auch "tagsüber" tragen kann. Einfach aus Zweckmäßigkeit. Bei Peter Hahn gibt  es auch eine große Auswahl von Cocktailkleidern. Da ja bald meine Nichte auch maturieren wird, kommt der nächste Schulball bestimmt. Auch für Nicht-Schüler ;)

Kleid - Swing
Heels - H&M
Clutch - Even & Odd


Montag, 13. März 2017

Outfit : Last Winter Greeting

Vor nicht einer Woche war es hier so kalt, dass ich dieses Outfit ohne Probleme hätte tragen können. Und obwohl hier zur Zeit wunderbar die Sonne scheint, ist es noch immer richtig kalt. Ich habe, nachdem es so lange winterlich war, einfach Lust auf den wärmere Temperaturen. Bis diese aber da sind, bleibt mir nichts anderes übrig, als dass ich meine winterliche Kleidung weiter trage.

Die Mütze, die mir zugesendet wurde, ist aus Kaschmir und füllt sich auf der Haut wunderbar an. Ich habe sie im Winter echt oft getragen!
Im Winter habe ich übrigens Pullover richtig gerne getragen, was aber auch einen Nachteil hatte.. Da ich ja an Neurodermitis leide, juckt alles richtig schnell, schon bei Baumwolle. Man will sich nicht vorstellen, wie es meiner Haut bei Wolle geht, auch bei Kaschmir.
Deswegen habe ich den Tipp eines Freundes, der auch darunter leidet, berücksichtigt und trage meist unter Pullovern, die eben nicht aus einem simplen Baumwollstoff sind, ein Hemd. Denn unter einem Hemd juckt meine Haut einfach nicht. Es liegt vielleicht an der Struktur des Stoffes, aber so bekommt meine Haut wenigstens ein paar Stunden Ruhe. 

Was übrigens auch lustig ist: Besonders schlimm ist es ja an den Armen und den Beinen. Und wenn ich mich bei den Armen manchmal noch zügeln kann, kratze ich meine Beine echt oft. Das führt dazu dass, wenn ich schwarze Strumpfhosen trage, die einen weißen Abdruck haben, eben von der Haut. Also wenn ich Freunde habt, die auch weiße Abdrücke auf den Strümpfen habt, ihr wisst nun wieso ;)

Bevor übrigens einige meinen, ich sollte zum Arzt wegen der Neurodermitis gehen: Ja, mache ich. Ich habe sogar eine Creme, die ich auftragen sollte. Eine richtig, richtig fettige Creme. Die ich, seit ich ein Kind bin, über alles hasse. Ich habe mich als Kind geweigert, dass mir diese Creme aufgetragen wird. In unserem Haus standen bestimmt mindestens zehn volle aber angebrochene Tübel, weil mein damaliger Arzt meiner Mutter immer wieder eine neue verschrieb. Die Creme ist einfach so fettig, sie braucht bestimmt Stunden zum Einziehen und das habe ich als Kind schon gehasst. Nur einmal, da war mir langweilig, und ich habe mich eben in unserer Küche ausgezogen, die Cremes zusammengesucht und mich eingeschmiert. Alles war fettig, der Boden schmutzig und es gibt ein richtig lustiges Bild, wie ich als 4jährige so in der Küche sitze.

Aber das ist natürlich keine Lösung. Also auch heute nicht. Ich habe eine Creme, die den Juckreiz bei zweimal täglichem Auftragen sehr gut lindert und zusammen mit einer speziellen Duschlotion ist es richtig zum aushalten. Auf die Ernährung muss ich dementsprechend achten, dass es gesund ist. Ich habe letztes Jahr über Monate keine Milchprodukte gegessen (probiert das mal, das is sau schwer! Freitags gibts bei mir kein Fleisch und Freitags was essen war echt zach! Hut ab vor Veganern!), in der Hoffnung, dass dies die Probleme lindern würde. Aber dem war nicht so, also esse ich eben wieder Käse und Topfen (auf Milch an sich und Schlagober reagiere ich aber noch immer allergisch, also Bauchweh, Übelkeit etc). Sollte wen ein Post in die Richtung interessieren (also Neurodermitis), dann verfasse ich dazu gerne einen Post :) 


Mantel - Primark 
Pullover - Even & Odd
Bluse - H&M
Mütze*- Ernsting's Family
Hemd - H&M
Tasche - Mango
Schuhe - Deichmann
Rock - Zara



Montag, 27. Februar 2017

Alles Walzer! - Das Prinzessinenkleid

Stell dir vor, du kaufst dir eine Tasche, die über 1200€ kostet und du musst noch Versandkosten zahlen. Guter Scherz, oder? 

Aber zurück zum Thema. Heute zeige ich euch mein rosarotes Prinzessinenkleid, welches ich zum Ball der Wissenschaften im Wiener Rathaus getragen habe. Obwohl ich dachte, dass nichts einen Ball in der Hofburg (ich meine HOFBURG!) toppen kann, habe ich mich getäuscht. Und wie! Ich war ja noch nie im Rathaus gewesen aber man fühlt sich wie in einem Schloss. Perfekt für das Prinzessinenfeeling! Und hätte ich die Möglichkeit gehabt, ich hätte die Bilder wohl im Rathaus gemacht.

Das Kleid habe ich bei Zalando bestellt gehabt und wie so oft in meinem Leben war das eher ein Zufall, dass es mir gefallen hat. Weil mir nämlich die gekauften Kleider nicht passten, musste ich mir neue holen. Und dann habe ich wahllos bei Zalando bestellt und dieses Kleid mitgenommen, eher in Gedanken, dass es mir entweder zu klein sein wird oder nicht passen wird.
Als das Paket dann ankam, dann war es so, dass das Kleid doch passte und ich mich fühlte wie eine Prinzessin. Wirklich! Nach einer Whatsapp-Nachricht an Freundinnen und meine damalige Mitbewohnerin, ob das Kleid mir eh auch passt, stand fest, das Kleid werde ich behalten. 
In einer der Whatsapp-Nachrichten war übrigens der Tipp von zwei Freundinnen, ich solle doch meine Lippen kräftig schminken. Gesagt, getan! Leider habe ich es lediglich für den Ball geschafft, mir ein wenig Locken zu machen (bzw besser gesagt eine Freundin hat es geschafft), für die Fotos dann wäre es ein hoffnungsloser Versuch gewesen.

Leider habe ich ja schweres und dickes Haar, so dass Locken bzw überhaupt eine andere Frisur als offene, glatte Haare, ein Ding der Unmöglichkeit sind, zumindest für mich Normalsterbliche. In der Regel sind mir meine Haare egal, sie sind glatt, ich muss sie nicht glätten und es passt. Aber manchmal hätte ich schon gerne diese Korkenzieherlocken, einen richtigen Struwelpeterkopf. Wem geht es noch manchmal so?

Das war übrigens bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich das Kleid getragen habe! Ich meine, die nächste Ballsaison kommt bestimmt, oder? :) 
Kleid - Miss Selfride
Schuhe - Zara
Tasche - Even & Odd

Freitag, 17. Februar 2017

Alles Walzer! - Dirdnl

Vivienne Westwood hat einmal gesagt, würde jeder ein Dirndl tragen, dann gäbe es keine Hässlichkeit mehr. Und wie hat sich recht! Ich glaube jeder Frau steht ein Dirndl. Und ich liebe es, ein Dirndl zu tragen! Und dass ich diese Aussage tätige, das hätte ich nie gedacht. 

Als Kärntner Slowenin verband ich leider zu unrecht mit der Tracht und dem Dirndl immer eines: Das nationale Deutschtum. In der Tracht schritten immer die Abwehrkämpfer voran, die Nationalen, jene, die das Trennende immer vor das Gemeinsame stellten und mir immer wieder aufs neue nachriefen, ich solle mich entweder schleichen oder deutsch lernen. Ich muss hier nicht anmerken, dass mein Deutsch sehr gut ist und dass meine Familie seit immer in Österreich ansässig ist. Mein Großvater war sogar Schmied für das Kaiserreich.

Aber nein, mit der Tracht, das war nicht ist. Wenn man sich alte Bilder ansieht, dann merkt man auch, dass die Nazis die Tracht besonders hochgehalten haben. In Salzburg war es Juden sogar verboten Tracht zu tragen (Gexi Tostmann hat hier übrigens ein sehr interessantes Interview gegeben!). Für mich war die Tracht, dieses Kleidungsstück, immer ein Symbol für die Unterdrückung anderer durch ultranationale Idioten. 
Doch mit der Zeit änderte ich meinen Zugang. Dies lag vor allem auch daran, dass ich verstand, dass das Dirndl, die Tracht, nichts dafür kann, dass man sie missbraucht hat. Meine Großmutter trug ein Dirndl, wieso sollte ich es nicht? Meine Großmutter, die das Slowenische geliebt hat und die Nazis gehasst hat! Wieso sollte ich ein Kleidungsstück, dass neutral ist, jemanden überlassen, der es missbraucht? 

Und ich finde, dass Dirndl hat es verdient, dass es von uns allen getragen wird. Ob wir nun Liberale, Sozialisten, Konservative oder Kommunisten sind. Das Dirndl, das ist so wenig Nazis wie es der Vegetarismus (Hitler war überzeugter Vegetarier!) ist. Das Dirndl ist ein schönes Kleidungsstück, dass uns alle toll aussehen lässt, dass uns strahlen lässt. Es unterstreicht die Schönheit einer jeden Frau und das sollte ein Kleidungsstück im besten Fall, doch?

Das Dirndl habe ich also voll stolz und mit einem breiten Grinser beim Boku Ball getragen. Auf diesem herrscht nämlich entweder Abendgarderobe oder Tracht. Und ich habe mich richtig pudelwohl gefühlt. So pudelwohl, dass ich danach noch auf eine Party ging, wo alle "normal" angezogen waren. Nur ich in Tracht. Das hätte sich mein jüngeres Ich auch nicht gedacht ;) 

Tracht - Almsach
Bluse - Zillertaler Trachtenwelt
Schuhe - Zara
Tasche - Louis Vuitton