Montag, 22. Mai 2017

Outfit: Blusenkleid, Lederhose und Chloe Drew

"Do more of   Dieser Satz steht ganz groß über meinem Schreibtisch in 
what makes   meinem Schlafzimmer. Mache mehr von dem, was dir  
you happy!"   Spaß macht. Das sollte nicht nur ich, sondern wir alle. Und was mir Spaß macht, das ist das Schreiben. Ob es nun wissenschaftliche Texte sind oder der Blog, beides hat mir bis vor Kurzem sehr, sehr großen Spaß gemacht. Bis meine Schachtelsätze in den Boden geschimpft wurden, meine Ausdrucksweise als stümperhaft bezeichnet wurde und allgemein die Leute sich fragen anfingen, wie ich denn überhaupt die Matura, geschweige denn ein Studium abschließen konnte. Kann sie denn überhaupt irgendwas? Oder ist sie einfach nur dumm? 

D U M M. Diese Benennung tut weh. Es tut mir weniger weh, als hässlich, fett, gemein, böse oä bezeichnet zu werden. Aber dumm, das schmerzt. Weil ich es nicht bin. Aber wenn man immer wieder nur mit negativen Kommentaren behaftet wird, dann macht es einfach keinen Spaß mehr. Ja, nicht nur Mitterlehner hat diesen Satz benutzt, nun auch ich. Es ist so wichtig, dass man an Dingen, die man täglich tut, Spaß hat. Oder wöchentlich. Hätte mir meine Arbeit im JUNOS Vorstand keinen Spaß gemacht, dann hätte ich NIE die ÖH-Wahl überlebt. Würde mir mein Engagement bei NEOS keinen Spaß machen, dann würde ich nie die gehässigen und gemeinen Kommentare von Menschen überstehen, die ich leider viel zu oft sehen muss. Ja, viele meiner Freunde schätzen mein Engagement, auch die, die eine andere, völlig unterschiedliche politische Meinung teilen. Und gemeine Kommentare höre ich selten bis nie (eher Sticheleien, aber das beruht auf Gegenseitigkeit und ist nie und nimmer böse gemeint). 
Aber leider gibt es Menschen in meinem Umfeld, die das Bedürfnis verspüren, mich und andere bloß zu stellen. Und leider erreichen sie damit fast immer, was sie wollen: Dass man selber an sich zweifelt, dass man sich einmal zu oft fragt, ob man denn nun vielleicht doch dumm ist, ob man vielleicht doch eine Witzfigur ist, weil man die kleine Hoffnung verspürt, durch sein Engagement, egal ob politischer oder zivilgesellschaftlicher Natur, etwas zu verändern? Und dann macht es halt echt keinen Spaß mehr. 

In solchen Momenten, die sich bei mir zur Zeit leider viel zu sehr mehren, ist es mir wichtig, mich an einige Dinge zu erinnern: Dass ich Freunde und Familie haben, die mich lieben, so wie ich bin. Die zu mir stehen, egal was passiert. Und die beides tun würden, auch wenn ich dumm wäre oder eine Witzfigur. Was ich aber nicht bin. Denn das Urteil von wenigen Menschen darf nicht wichtiger sein als das Urteil der vielen anderen, die eben eine komplett andere Meinung über einen selber haben. Ich habe die Woche wo gelesen, dass, wenn man 10.000 Euro haben würde, es einen nicht stören dürfte, würde einer 8 Euro wegnehmen. Und genau so ist es mit unserer Zeit: Wenn wir 10.000 Minuten haben, dann dürfen wir nicht wegen 8 Minuten, in denen wir nicht mit Wertschätzung behandelt werden, die Lust am Leben verlieren. 

Wir werden im Leben noch vielen Menschen begegnen, die einen nicht schätzen. Doch das darf nicht entscheiden, wer wir sind oder ob wir uns mögen oder nicht. Ja, man macht Fehler und es ist gut, wenn einem einer sagt, was man verbessern kann. Meine Schachtelsätze sind wahrscheinlich wirklich nicht das tollste, was die Menschheit je gesehen hat (und wahrscheinlich eher sogar eines der nicht so tollen Dinge). Aber nur, weil man selber Fehler macht, heißt das nicht, dass man selber ein Fehler ist. Sogar Jesus hat gesagt, wer ohne Fehler  [na gut, ohne Sünde!] ist, werfe den ersten Stein. (Das ich es übrigens schaffe, sowohl Jesus als auch Mitterlehner in einem Post auf einem Fashionblog zu zitieren, das hätte ich selber auch nicht gedacht!).

Kleid: H&M
Hose : Holy
Tasche : Chloe Drew
Ballerinas : Chloe

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