Donnerstag, 15. März 2018

Wishlist und wie war das noch mal mit den AGB?

Ich liebe ja die Wintermode ABER Herrgott, kann es denn endlich Frühling werden? I mean, ich kann es kaum erwarten, meine ganzen Einkäufe für den Frühling zu tragen. Aber so lange draußen noch der Schnee liegt, zeige ich euch eben noch Winteroutfits. 

Ich trage in der Freizeit manchmal gerne meinen Jeansrock, für die Arbeit ist das zu wenig chic. Aber zum Glück hat man ja auch eine Freizeit, oder? Ich freue mich richtig auf die Frühlingsmode. Ich weiß, ich nerve gerade mit dem und beinahe jeden. Aber ich habe in den verschiedenen Sales so oft bei Kleidung zugeschlagen, die in typischen Frühlingsfarben ist (Hellblau <3) und mag einfach keine Pullover mehr tragen. Auch wenn ich die Mode liebe. Und den Jeansrock kann ich dann ja auch zu Sneaker kombinieren. In der Freizeit geht das ja ;) 

Wenn ich übrigens durch die City Arkaden flaniere (und das tue ich oft, denn drüben gibts den Pep Juice und ich liebe deren Säfte <3), dann komme ich auch oft beim Esprit vorbei und ein besonderes Shirt hast es mir dort angetan: So ein Streifenshirt aber mit einem süßen Schöschen aus Bluse. Kennt ihr das, wenn ihr dann ein Kleidungsstück im Kopf habt, ihr wisst, ihr braucht es eigentlich nicht, aber es euch nicht aus dem Kopf geht? So geht es mir mit dem Shirt. Ich weiß den Preis auswendig, ich weiß, wo es steht und ich weiß, dass es die erste Puppe im Schaufenster anhat. Wieso ich es mir nicht kaufe? Weil ich weiß, dass ich es nicht brauche. Also zur Zeit noch. Wer weiß, ob ich es nicht in Zukunft doch kaufen werde?

So geht es mir übrigens auch mit anderen Produkten. Mit einem Teppich, den ich bei West Wing schon länger beliebäugle (ich habe mir gerade im Dezember einen neuen gekauft, aber wir überlegen, unser Wohnzimmer zu dekorieren, da meine Mutter einen elektronischen Stuhl bekommt, dann brauche (!) ich ja einen neuen Teppich, wenn meiner dann ins Wohnzimmer zieht ;)), einem Spiegel, den ich eigentlcih auch nicht brauche aber schon seit Monaten im Internet immer bestaune. Und zu guter letzt mit Essen. Ihr wollt nicht wissen, was alles auf meiner Liste der Dinge steht, die ich probieren muss. Letztens habe cih eine Schokoschnecke von Auer probiert, die dann aber alles andere als gut war.

Was ich damit sagen will? Manchmal zahlt sich Disziplin aus, manchmal nicht. Ich weiß genau, dass ich mir das Shirt von Esprit kaufen werde, weil ich es so toll finde. Auch ein neuer Teppich wird wohl einziehen dürfen. Man muss ishc eben überlegen, wo sich Disziplin, hart bleiben auszahlt, und wo man sich dann etwas gönnen kann oder soll. Die Schokoschnecke zum Beispiel hätte ich auf die Liste der Dinge packen sollen, die ich nicht probieren muss. Alles im Leben hat Konsequenzen (wie ich mit dem zweiten Teil des Posts zeigen will!), man soll sich eben überlegen, ob man das Shirt (JA!), den Teppich (JA, unter Umständen) oder die Schokoschnecke (bäh) braucht ;) 

Und wisst ihr, was das lustigste ist? Da will ich euch das Teil von Esprit zeigenUND ICH FINDE ES ONLINE NICHT. I mean, das ist so typisch ich. Ich finde es nicht^^ Dafür aber echt viele anderen schöne Pullover und Shirts. Blöderweise reihen die sich nun ein in die Liste der Produkte, die ich brauche/will ;)


marec 2018



Tasche: Gucci (hier) // Teppich: Westwing (hier) // Spiegel: Westwing (hier) // Couch: Ikea (hier) // Shirts: Esprit (blau-weiß gestreiftes ; gestreiftes ; mit Schößchen)


Ich bin übrigens jemand, der total gerne online einkauft. Egal, ob nun Teppich, Kleidung, Schuhe, Lebensmittel, Bücher oder was weiß ich auch immer. Alles ist bei mir genau einen Klick entfernt. Ich finde es einfach so viel angenehmer.

Damit man einen Vertrag im Sinne des ABGB schließt, braucht man zwei übereinstimmende Willenserklärungen: Meine ist die, dass ich auf den "Zur Kasse gehen" Button drücke, die des Vertragspartners die, dass ich eine Bestätigung meines Einkaufes bekommen habe. Davor gibt es keinen Kaufvertrag, maximal ein vorvertragliches Schuldverhältnis, wo wir gewisse Aufklärungspflichten und Sorgfaltspflichten haben können und in eventu eine vertragliche Haftung wegen culpa in contrahendo haben können. 

Viele Verträge, so wie meiner, werden heutzutage online geschlossen. Meistens legt der Unternehmer dabei allen Vertragen quasi eine Schablone über, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, und wir nehmen sie meistens durch den "akzeptieren" Button an. Was lustig ist, denn in der Regel liest sich die doch niemand durch. Und dennoch gelten sie gemäß der Geltungskontrolle, denn wir hatten die Möglichkeit uns die AGBs näher anzusehen. Und wenn wir die nicht oke finden, dann kommt eben kein Vertrag zustanden.

Spannender wird es aber, wenn wir uns die AGBs inhaltlich anschauen. Denn dann ist es dem Gericht egal, ob die AGBs Vertragsinhalt wurden: Jeder. Vertrag. Muss. Sittenkonform. Sein. Jeder. 

Was sind die guten Sitten? Jeder Jurist kennt den § 879, der definiert, was wir als sittenwidrig betrachten. Als sittenwidrig können wir etwa einen Vertrag sehen, wo ein Verbraucher sagt, er übernimmt jegliche Haftung aus dem Vertrag, egal ob ihn ein Verschulden trifft oder nicht. Also eine Bedingungen oder ein Vertrag, der bei jedem Menschen, es muss kein Jurist sein, die Augenbrauche hochfahren lässt ;) (Fun Fact am Rande: Als das ABGB 2011 200 Jahre in Kraft feierte, schrieb ein Freund auf Facebook, das ABGB solle im Sinne des § 879 feiern ;) )

Also können einzelne (!) Bestimmungen der AGB gegen § 879 ABGB verstoßen und sind somit nicht Teil des Vertrages geworden, die anderen Bestimmungen der ABGB, die aber nicht gegen § 879 ABGB verstoßen, sind es aber. Kompliziert?
Sagen wir, ich bestelle heute etwas bei einem Onlineshop meines Vertrauens. Ich akzeptiere deren AGB, wo folgendes drin steht:

  1. Der Gerichtsstand für Streitigkeiten aus dem Vertrag ist Klagenfurt
  2. Das Unternehmen behält sich das Eigentum an den Produkten bis zur vollständigen Kaufpreiszahlung vor
  3. Der Kunde ist zur Kaufpreiszahlung binnen 14 Tagen ab Erhalt der Produkte verpflichtet
  4. Der Kunde darf Produkte auch dann nicht retournieren, wenn sie bei Ankunft bereits beschädigt sind.
Ob Nr. 1 problematisch ist sehen wir uns ein ander Mal an ;)
Auf jeden Fall sind aber 2. und 4. problematisch. Denn ein Eigentumsvorbehalt bedarf zweier übereinstimmender Willenserklärungen und muss ausdrücklich vereibart werden.
Und das wirtschaftliche Risiko auf den Endverbraucher überwälzen, auch wenn der ein kaputtes Produkt kriegt? Sind eure Augenbrauen hoch gefahren? ZURECHT! Denn Nr. 4 ist eindeutig sittenwidrig. Punkt 3 ist kein Problem. 
Somit können wir sagen, dass Nr. 2 und Nr. 4 nicht Inhalt des Vertrages geworden sind, der Rest der AGB aber schon. Versteht ihr, was ich meine?

Weiters müssen die AGB auch klar und verständlich abgefasst sein. 

Im B2C Bereich (Business to Costumer) Bereich gibt es noch weitere Beschränkugen wegen des Konsumentenschutzes.

Der Sinn der AGB? Den Verbraucher vor der Übermacht des Unternehmers bewahren. Es kann sein, und wird von gewissen Kollegen auch bemängelt, dass der Konsumentenschutz zu weit geht. Und man kann dies auch diskutieren. Ich glaube aber, dass das österreichische Konsumentenschutzrecht im Großen und Ganzen sehr gut ist. Auch wenn ich ein großer Fan der Eigenverantwortung bin, AGBs werden meistens von Juristen geschrieben und sind so ausgeklügelt und verschachtelt und kompliziert geschrieben, dass sie viele nicht verstehen. 


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